St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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EndoProthetikZentrum Winterberg überzeugt mit höchster Qualität

Überwachungsaudit erfolgreich bestanden

Nach der erfolgreichen Zertifizierung des EndoProthetikZentrum Winterberg (Hochsauerland) im letzten Jahr stand jetzt das erste Überwachungsaudit an. Besonderer Wert wurde dabei auf transparente und strukturierte Abläufe bei der Behandlung der Patienten gelegt. Langjährige Erfahrung der Operateure, hohe Qualitätsstandards, eine niedrige Komplikationsrate und eine optimale Betreuung der Patienten – das wurde dem EndoProthetikZentrum Winterberg (EPZ) beim ersten Überwachungsaudit durch ClarCert bestätigt.

„Zertifizierte Endoprothetikzentren müssen sich jährlich einem Überwachungsaudit und alle drei Jahre einem Rezertifizierungsaudit unterziehen“, erläutert Christian Jostes, Geschäftsführer des St. Franziskus-Hospitals. „Ziel ist es dabei die kontinuierliche Qualität in der Patientenversorgung zu gewährleisten. Wir freuen uns und sind sehr stolz, dass das Team in unserem EPZ das Audit ohne jegliche Abweichung bestanden hat.“ Im Rahmen des diesjährigen Überwachungsaudits überprüften zwei Auditoren vor Ort die von der ClarCert vorgegebenen Kriterien zur Sicherstellung einer hohen Qualität in der endoprothetischen Versorgung. Neben der Einhaltung von klaren Struktur- und Prozesskriterien wurden auch zahlreiche Qualitätsindikatoren überprüft und für sehr gut befunden. „Wir freuen uns, dass wir das Überwachungsaudit erfolgreich absolviert haben“, bekräftigt EPZ-Leiter und Chefarzt für Chirurgie Dr. Christoph Konermann.

Beachtlich fanden die Auditoren auch die auf die kleine Größe des Krankenhauses gemessene hohe Anzahl an endoprothetischen Einsätzen in Winterberg. „Obwohl wir die Indikation zur Endoprothese durchaus kritisch stellen, betrug die bisherige jährliche Steigerung der Fallzahl etwa 20 Prozent. 2016 wurden 334 Hüftprothesen und 87 Knieprothesen implantiert; Wechseloperationen nicht mitgezählt“, weiß Dr. Konermann. „Das St. Franziskus-Hospital hat bezogen auf die Endoprothesen die zweithöchste Fallzahl im Hochsauerlandkreis, bezogen auf die AMIS-Hüftendoprothesen sogar die zweithöchste bundesweit.“ Doch nicht bei allen Beschwerden muss es immer gleich ein neuer Gelengersatz sein. „Kommt der Patient mit der Empfehlung für einen Gelenkersatz in unsere Sprechstunde, wird jeder Einzelfall individuell überprüft“, erklärt Dr. Konermann. So komme es jede Woche auch vor, dass trotz anderer auswärtiger Meinung die Chirurgen im St. Franziskus-Hospital eine Indikation zur Operation (noch) nicht bestätigen können und natürliche Gelenk erhaltene Verfahren empfehlen und anwenden.

Die Kriterien, die ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum erfüllen muss, sind durch die EndoCert-Initiative in rund 200 Parametern definiert. Neben der Qualifizierung von mindestens zwei erfahrenen Hauptoperateuren, die alle Operationen im Bereich des endoprothetischen Gelenkersatzes selbst durchführen oder assistieren, bedarf es einer interdisziplinär organisierten Behandlung, welche die Zusammenarbeit von Fachärzten verschiedener Disziplinen, Schwestern, Physiotherapeuten und dem Sozialdienst einschließt. Alle Handlungsabläufe sind in Standards hinterlegt.  Endoprothetikzentren müssen über verschiedene Prothesensysteme zur optimalen individuellen Implantatauswahl verfügen und ein entsprechendes Leistungsspektrum in Diagnostik und Therapie anbieten. Die Ergebnisqualität wird letztlich an Qualitätsindikatoren wie der Patientenzufriedenheit gemessen und ist damit Grundlage für eine erfolgreiche Zertifizierung.

Dr. Konermann und Dr. Amiri beraten das Röntgenbild einer Hüfte

Foto: Die Chirurgen im St. Franziskus-Hospital bei der Röntgenbesprechung eines Hüftgelenks: links Dr. Christoph Konemann (Chefarzt), rechts Dr. Amiraga Armiri (ltd. Oberarzt Chirurgie)