St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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Medizinstipendium zahlt sich aus

Vor gut vier Jahren sorgte das St. Franziskus-Krankenhaus mit einer innovativen Idee deutschlandweit für Aufsehen: um sich rechtzeitig Ärztenachwuchs für Winterberg zu sichern, wurde ein Medizinstipendium eingeführt. Nun trägt die Investition in die Zukunft erst Früchte. Im Februar hat Yvonne Reuß nach ihrem Studium für Humanmedzin in Düsseldorf im St. Franziskus-Hospital ihre Tätigkeit als Assistenzärztin in der Inneren Medizin begonnen.

 

Um Engpässe im Winterberger Krankenhaus zu vermeiden, investiert die Geschäftsführung in die medizinische Zukunft. Mit 500 Euro monatlich unterstützt das St. Franziskus-Hospital angenommene Stipendiaten bis zum Ende der Regelzeit ihres Medizinstudiums. Dafür verpflichten diese sich, nach dem Studium für drei Jahre als Assistenzarzt/-ärztin am St. Franziskus-Hospital zu arbeiten. „Für uns Studenten ist das Stipendium eine tolle Sache“, freut sich die frisch gebackene Absolventin. „ Anders als beim BAföG bekommt man so nicht nur eine finanzielle Unterstützung während des Studiums, sondern zusätzlich noch die Zusicherung eines Arbeitsplatzes nach Abschluss des Studiums.“  Als Assistenzärztin im Winterberger Krankenhaus bekommt sie das volle Gehalt und hat zudem die Möglichkeit ihre Facharztweiterbildung zu absolvieren.

„Wer sich dennoch umorientiert und nach dem Studium ein anderes Krankenhaus bevorzugt, kann den Vertrag kündigen und das gewährte Darlehen zurück zahlen“, erläutert Geschäftsführer Christian Jostes das Prinzip der Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist es, Stipendiaten möglichst frühzeitig und langfristig an das St. Franziskus-Hospital und die Region zu binden. Als größter Arbeitgeber ist uns das Engagement in und für die Gesundheitsregion Winterberg, Hallenberg und Medebach sehr wichtig.“

In Deutschland und vor allem in ländlichen Regionen werden die Mediziner knapp. „Immer mehr junge Ärzte wandern ins Ausland oder in die Industrie ab“, berichtet Dr. Christoph Konermann, Chefarzt der Chirurgie und Ärztlicher Direktor. Bei ihm wird die Assistenzärztin das erste halbe Jahr arbeiten. Denn trotz ihres Wunschbereiches Innere Medizin, den sie bei Chefarzt  Dr. Carl Wunderlich nachkommen wird, gehört auch ein halbes Jahr Chirurgie zur Facharztweiterbildung. Dem aktuellen Trend zufolge könnten in 20 Jahren laut Aussage der Bundesärztekammer rund 50.000 Ärzte in Krankenhäusern und Arztpraxen fehlen. Derzeit sind weitere 11 Stipendiaten im Programm des St. Franziskus-Hospitals eingeschrieben, die nach und nach in den kommenden Monaten und Jahren ihren dreijährigen Dienst in Winterberg antreten werden.