St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH | Franziskusstrasse 2 | 59955 Winterberg | Germany
Tel. +49(0)2981 802-0 | Fax. +49(0)2981 802-4316 | verwaltung@khs-winterberg.de


MyKnee: Neues Operationsverfahren im St. Franziskus-Hospital Winterberg

 

 

 

 

 

 

 

Das Individualknie auf medizinisch höchstem Niveau

Dass nicht alle Menschen gleich gebaut sind, liegt auf der Hand. Daher dreht sich im Winterberger Krankenhaus jetzt alles um das Individualknie. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Christoph Konermann hat die chirurgische Abteilung die Individualität bei Kniegelenksoperationen nach oben geschraubt – und damit auch die Zufriedenheit der bereits operierten Patientinnen und Patienten.

Wenn Knieschmerzen immer schlimmer werden und weder Physiotherapie noch andere Maßnahmen helfen, bleibt oft nur noch der Weg in den OP. Doch heute muss längst nicht mehr das ganze Kniegelenk ausgetauscht werden. „Wenn von Knieendoprothetik die Rede ist, glauben viele Patienten, dass das ganze Gelenk ausgetauscht wird. Bei der Technik „Myknee“ werden nach einer Computerschablone  jedoch nur  die zerstörten Gelenkflächen von Schienbeinkopf und Oberschenkelknochen ersetzt. Der Großteil des Knochens bleibt erhalten “, erläutert Dr. Konermann, Chefarzt Chirurgie am St. Franziskus-Hospital, das spezielle Verfahren.

Einfach ausgedrückt, wird durch exakte computertomografische Aufnahmen schon vor der Operation ein Modell des Patientenknies angefertigt – vergleichbar mit einem Gebissabdruck beim Zahnarzt. Die Methode mittels Computertomografie ist das Neue daran, denn mittels CT kann die Beinachse, die Prothesengröße und die Feinabstimmung der Komponenten am besten berechnet werden.

Die Schnittschablone wird daraufhin individuell für genau dieses Knie angefertigt – sie passt also wie ein Inlay in einen Zahn. Am Computer wird mit absoluter Präzision schon vorab die ideale Beinachse geplant – ein zeitraubender Schritt, der sonst erst während der Operation erfolgt. Schließlich konstruieren die Medizintechniker nach Vorgaben der Chirurgen am Kniemodell eine Schablone, die später während der Operation die Instrumente absolut präzise an die richtigen Stellen führt, sodass die beschädigten Knochenteile im perfekten Winkel abgesägt werden können.

Dr. Konermann: „Die Operationszeit ist durch die Vorbereitung außerhalb des Körpers wesentlich kürzer.“   Der wichtigste Vorteil des Modellknies und der präzisen OP-Vorbereitung: „Wir minimieren das Risiko von chirurgischen Ungenauigkeiten. Die Operation ist noch präziser als bei der sogenannten Navigation, die außerdem noch zusätzliche Bohrungen in den Knochen erfordert. Denn erst mehrere Jahre nach einer Operation stellt sich heraus, ob die Knieoperation wirklich gut gelaufen ist. Wenn mittelfristig das Knie schlackert oder Abrieb auftritt, war die Feinabstimmung nicht optimal – und dieses Risiko minimieren wir mit unserer Operationsmethode.“ Interessenten können sich jederzeit im St. Franziskus-Hospital über die neue Operationstechnik informieren.

 

 

 

Foto 1: Exaktes Modell der Gelenkfläche des Oberschenkels mit der entsprechenden Schnittschablone für den exakten Sägeschnitt

Foto 3: Inraoperative Kontrolle, dass die abgesägte Knochenscheibe exakt den Vorgaben der Schnittschablone am Modell entspricht.