St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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Neues Verfahren bei Hüft-OPs: Patienten nach wenigen Tagen nach Hause

Wer ein künstliches Hüftgelenk bekommt, musste bislang mit einer langen Genesungsphase rechnen. Bei der minimal invasiven Hüftchirurgie über die Leiste werden die Muskelgruppen des Oberschenkels nicht durchtrennt. Was in vielen Kliniken auch heute noch mehrere Wochen dauert, ist dank der sog. AMIS Methode im Winterberger Krankenhaus Vergangenheit. Es steht für „Anterior Minimally Invasive Surgery“ und beschreibt den optimal muskelschonenden Zugangsweg zum Hüftgelenk von vorne bei der Operation des künstlichen Hüftgelenkes.

Mit dem neuen Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Christoph Konermann, haben auch moderne Operationsmethoden Einzug gehalten. Das Geheimnis: statt einer 20 cm langen Naht benötigt Dr. Konermann für seinen Einsatz eines neuen Hüftgelenks nur 5 – 8 cm. So wird das Gewebe geschont und die Muskelstränge nicht durchtrennt. Der Patient kann die Hüfte nach der OP in der Regel schnell, je nach Alter sogar sofort voll belasten.

Auch Wolfgang Lewohn hat sich Wochen vor der Hüft OP Gedanken gemacht, wie es mit einer neuen Hüfte werden solle. „Natürlich hatte ich Angst vor dem Eingriff! Immerhin keine kleine Sache. Ich kannte die minimal invasive Hüft-OP zuvor nicht. Die präzisen Schilderungen des Eingriffs durch den Operateur im Vorfeld gaben mir jedoch Vertrauen“, erinnert er sich. Vom Ergebnis ist der xx-jährige mehr als begeistert. „Es ist lediglich eine sechs cm lange Narbe zu sehen“, staunt Lewohn. „Meine Frau traute ihren Augen kaum, als ich sie am dritten Tag nach der OP im Flur bereits ohne humpeln empfing – und ohne Schmerzen.“

„Da bei der Amis-Hüftoperation zwischen zwei Muskelgruppen und zwischen zwei Nervengebieten zum Hüftgelenk eingegangen wird, müssen keine Muskeln eingeschnitten oder durchtrennt werden, wie es bei allen anderen Operationsmethoden der Fall wäre. So verläuft die Heilung schneller und der Patient hat weniger Schmerzen“, erläutert Dr. Konermann. „Mit dem nach vorne verlagerten Zugang werden Muskel- und Nervengewebe bestmöglich geschont und der Blutverlust stark reduziert.“

Seit Oktober wurden im St. Franziskus-Hospital bereits acht neue Hüften nach der AMIS Methode implantiert.  Geschäftsführer Christian Jostes freut sich, dass damit wieder ein neuer Meilenstein in der Versorgung der Menschen in und um Winterberg etabliert werden konnte. „Dr. Konermann bringt ein hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz als Chirurg und Unfallchirurg mit in unser Haus. Wir schätzen seine Arbeit sehr“, freut sich Geschäftsführer Christian Jostes. „Die Menschen unserer Region werden immer älter und somit kommt es immer häufiger zu einem Verschleiß von Knie- und/oder Hüftgelenken. Und gerade die älteren Menschen möchten doch in ihrer Region therapiert werden, nah bei Ihren Angehörigen. Zudem ist es gerade bei den Älteren entscheidend, dass sie so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen, um Folgeerkranken zu vermeiden.“