St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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Erfolgreiche Reauditierung des Endoprothetikzentrum Winterberg

Dr. Konermann (re) und Dr. Amiri bei der Besprechung einer Hüft-OP

Beweglichkeit bis ins hohe Alter bedeutet die Möglichkeit zur Reduktion alterstypischer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und sogar Demenz.

Bei Gelenkverschleiß der Hüft- und Kniegelenke bietet die Gelenkendoprothetik nach Ausschöpfung aller anderen sogenannten konservativen Behandlungsmöglichkeiten die Weiterführung eines fast normalen schmerzfreien Lebens. Seit sieben Jahren werden in Winterberg Hüft- und Kniegelenkendoprothesen bei entsprechender Indikation implantiert. Das bereits 2012 begonnene Verfahren des minimalen vorderen Zugangs (AMIS) für den Hüftgelenkersatz und das Verfahren der computergestützt navigierten Knieendoprothetik mit einer speziellen Prothese mit großer Stabilität und großer Beweglichkeit hat zu zunehmender Akzeptanz und jährlich 20% zunehmenden Patientenzahlen geführt. Im Jahr 2018 konnten in Winterberg über 650 Endoprothesen implantiert werden. Die Patienten kommen aus einem großen Einzugsbereich, über 250 km im Umkreis, es sind wegen der minimal invasiven Operationsmethode sogar Patienten aus Südamerika und Kanada angereist.

Anfang Mai fand die Rezertifizierung des Endoprothetikzentrums im Rahmen eines zweitägigen Audits statt. Die erfahrenen Auditoren, die im Rahmen ihrer Tätigkeit auch Einblick in zahlreiche andere Endoprothetikzentren haben, zeigten sich freudig überrascht und erstaunt über die, wie sie sagten, ungewöhnlich niedrige Komplikationsrate und Infektionsrate und die ungewöhnlich guten Operationsergebnisse in Winterberg.

Durch die besonderen Operationstechniken sind Blutübertragungen sehr selten notwendig (unter 2% gegenüber 15% an anderen Standorten), weshalb sich auch Zeugen Jehovas gern in Winterberg operieren lassen.

Autor: Dr. Christoph Konermann