St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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Klinikchef Jostes nimmt nach 10 Jahren Abschied

Die Bürgermeister von Hallenberg und Winterberg, Michael Kronauge (links) und Werner Eickler (rechts) danken dem scheidenden Geschäftsführer für die gute Zusammenarbeit

Neue Aufgaben warten auf den scheidenden Geschäftsführer des St. Franziskus-Hospitals, Christian Jostes. Er wird die Region und das Haus verlassen und sich einer neuen Herausforderung im Gesundheitsbereich stellen. Beruflich eine „attraktive Herausforderung und zurück in die Heimat Ostwestfalen“, sagt der 46-Jährige. Im Rahmen einer Feierstunde im hauseigenen Cafè Panorama nahm er Abschied von Mitarbeitern und Weggefährten.

Jostes, der das Winterberger Krankenhaus mit der Überführung in die Rechtsform einer gGmbH vor zehn Jahren übernommen hatte, leitete die letzten fünf Jahre zusätzlich das Stadtkrankenhaus in Korbach. „Als kleines Krankenhaus der Regelversorgung sind wir in Winterberg auf Kooperationspartner angewiesen“, weiß Verwaltungsratsvorsitzender Siegfried Kruse. „Gerade in unserer ländlichen Region ist es wichtig gemeinsam Synergien zu nutzen. Kooperationen aufzubauen und zu pflegen, selbst über Ländergrenzen hinweg, versteht unser Geschäftsführer wie kein anderer.“ Kruse resümiert, dass beispielsweise ohne Kooperation zum Linksherzkathetermessplatz die Einführung einer eigenen Kardiologie in Winterberg undenkbar gewesen sei. Gleiches gelte für die Kooperation im Bereich der Teleneurologie mit dem Klinikum Kassel, der Gynäkologie mit dem Stadtkrankenhaus Korbach, der Sterilisationseinheit mit dem Kreiskrankenhaus Frankenberg oder der Teleradiologie mit der Radiologie Nordhessen. „Den unermüdlichen Bemühungen von Herrn Jostes ist es zu verdanken, dass das St. Franziskus-Hospital Winterberg trotz seiner geringen Größe im Jahr 2017 als Akademische Lehrklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen anerkannt wurde“, so Kruse. Überhaupt sei Qualität in den letzten Jahren ein wichtiges Thema gewesen. So sei das St. Franziskus-Hospital heute nach ISO 9001:2015 zertifiziert, verfüge über das Qualitätssiegel MRSA und ein in 2015 neu etabliertes und zertifiziertes Endoprotetikzentrum.

Ein besonderes Augenmerk habe Jostes immer auf den weiteren Ausbau der medizinischen Versorgungsstruktur in der Region, gerade auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung, gehabt. Mit dem Modellprojekt Familiale Pflege konnte so die bestehende Lücke zwischen stationärem Krankenhausaufenthalt und ambulanter Pflege geschlossen werden. „Insbesondere in Anbetracht der Situation, dass die Menschen immer älter werden und gleichzeitig immer mehr Arztpraxen in unserer ländlichen Region keinen Nachfolger finden, kommt unserem Krankenhaus eine besondere Bedeutung zu“, weiß auch Agnes Hartmann, die die Nachfolge von Jostes als Geschäftsführerin des St. Franziskus-Hospitals und der Tochterunternehmen angetreten hat. Mit der Gründung einer Geriatrie, die sich speziell mit den Erkrankungen betagter und hochbetagter Patienten beschäftigt sowie dem im Aufbau befindlichen Palliativbereich seien wichtige Disziplinen dazu gekommen. „Herr Jostes ist ein Kenner der Krankenhausbranche“, so Hartmann. „Das sind große Schuhe, in die ich schlüpfe.“ Als Vorstandsmitglied des Bundesverband Geriatrie weiß sie um die Wichtigkeit einer altersgerechten medizinischen Ausrichtung.

In den letzten Jahren habe sich das Winterberger Krankenhaus zu einem modernen Gesundheitszentrum für die Menschen in Winterberg, Medebach und Hallenberg entwickelt, bestätigen die drei Bürgermeister Werner Eickler (Winterberg), Michael Kronauge (Hallenberg) und Thomas Grosche (Medebach), die dem Verwaltungsrat angehören. Mit Gründung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) St. Franziskus konnte die ambulante medizinische Facharztversorgung in der Region stark vorangetrieben und in den Bereichen Gynäkologie, Kardiologie und Gastroenterologie erheblich verbessert werden. „Ich habe immer die offenen Worte unseres Geschäftsführers geschätzt“, berichtet Werner Eickler, Bürgermeister der Stadt Winterberg stellvertretend für die Bürgermeister. Nur so sei es möglich gewesen auch schwierige Hürden zu nehmen. Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung dankte auch Pfarrer Norbert Lipinski dem scheidenden Geschäftsführer und wünschte ihm für seine neuen Aufgaben Gelassenheit, Mut und Weisheit. Dr. Christoph Konermann, Ärztlicher Direktor des St. Franziskus-Hospitals, verstand es auf humorvolle Art und Weise die besondere Beziehung zum Geschäftsführer zu verdeutlichen. Dr. Konermann war seinerzeit für das Klinikum tätig, in das Jostes zum 1. April wechselt.

„Es waren nicht gerade stressfreie Jahre. Und doch ist es uns gemeinsam gelungen nachhaltige Veränderungen und Umstrukturierungen im St. Franziskus-Hospital auf den Weg zu bringen“, berichtet Jostes. „Die gesamte Mannschaft muss ein unternehmen tragen. Ich danke daher allen Mitarbeitern, die mich in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt haben.“ Auf den Zuspruch und kompetente Entscheidungen des Verwaltungsrates und der Gesellschafterversammlung habe er sich immer verlassen können. „Das ist nicht selbst verständlich und ich weiß das zu schätzen“, so Jostes. „Ich werde gerne an meine Zeit in Winterberg zurück denken.“