St. Franziskus-Hospital Winterberg gGmbH

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MyKnee – das Individualknie auf medizinisch höchstem Niveau

Dr. Christoph Konermann informiert am 19.12. zu Knieendoprothesen

Wenn Knieschmerzen immer schlimmer werden und weder Physiotherapie noch andere Maßnahmen helfen, bleibt oft nur noch der Weg in den OP. Doch heute muss längst nicht mehr das ganze Kniegelenk ausgetauscht werden. „Wenn von Knieendoprothetik die Rede ist, glauben viele Patienten, dass das ganze Gelenk ausgetauscht wird. Bei der Technik „MyKnee“ werden nach einer Computerschablone jedoch nur die zerstörten Gelenkflächen von Schienbeinkopf und Oberschenkelknochen ersetzt. Der Großteil des Knochens bleibt erhalten “, erläutert Dr. Konermann, Chefarzt Chirurgie am St. Franziskus-Hospital, das spezielle Verfahren.

Einfach ausgedrückt, wird durch exakte computertomografische Aufnahmen schon vor der Operation ein Modell des Patientenknies angefertigt – vergleichbar mit einem Gebissabdruck beim Zahnarzt. Die Methode mittels Computertomografie ist das Neue daran, denn mittels CT kann die Beinachse, die Prothesengröße und die Feinabstimmung der Komponenten am besten berechnet werden.

Die Schnittschablone wird daraufhin individuell für genau dieses Knie angefertigt – sie passt also wie ein Inlay in einen Zahn. Am Computer wird mit absoluter Präzision schon vorab die ideale Beinachse geplant – ein zeitraubender Schritt, der sonst erst während der Operation erfolgt. Schließlich konstruieren die Medizintechniker nach Vorgaben der Chirurgen am Kniemodell eine Schablone, die später während der Operation die Instrumente absolut präzise an die richtigen Stellen führt, sodass die beschädigten Knochenteile im perfekten Winkel abgesägt werden können.

„Die Operationszeit ist durch die Vorbereitung außerhalb des Körpers wesentlich kürzer“, so Dr. Konermann.   Der wichtigste Vorteil des Modellknies und der präzisen OP-Vorbereitung sie die Minimierung des Risikos von chirurgischen Ungenauigkeiten. Die Operation sei noch präziser als bei der sogenannten Navigation, die außerdem noch zusätzliche Bohrungen in den Knochen erfordert. „Denn erst mehrere Jahre nach einer Operation stellt sich heraus, ob die Knieoperation wirklich gut gelaufen ist. Wenn mittelfristig das Knie schlackert oder Abrieb auftritt, war die Feinabstimmung nicht optimal – und dieses Risiko minimieren wir mit unserer Operationsmethode“. Erläutert der erfahrene Chirurg. Im zertifizierten Endoprothetikzentrum des Winterberger Krankenhauses werden mittlerweile jährlich 115 Knieendoprothesen eingesetzt.

Mittels eines Filmbeitrages haben Interessenten am 19. Dezember die Möglichkeit sich direkt im St. Franziskus-Hospital über das maßgeschneiderte Verfahren zu informieren. Die Veranstaltung beginnt im Schulungsraum (Foyer) um 15.00 Uhr Im Anschluss an den Filmbeitrag steht Dr. Konermann für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.