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Vortrag Demenz: „Wie viel Vergessen ist normal?“

Wie viel Vergessen ist normal und ab wann spricht man von einer Demenz? Mit dieser und weiteren Fragen zum Thema Demenz beschäftigt sich der Vortrag von Dr. Ralf Jelkmann, Chefarzt Geriatrie am Dienstag, dem 13. November 2018.

Mit der steigenden Zahl älterer Menschen wächst die Anzahl der Demenzkranken. Bei den über 80-Jährigen ist heute jeder fünfte betroffen, bei den über 90-Jährigen jeder dritte. „Die Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses ist meist das erste Symptom der Erkrankung“, weiß Dr. Jelkmann. „Die Konzentrationsfähigkeit und Denkleistung lassen nach und es können Sprachstörungen, Orientierungslosigkeit und Persönlichkeitsveränderungen auftreten.“ Typisch für die unterschiedlichen Formen der Demenz sei, dass die Patienten und Angehörigen die Veränderung an sich oft selbst nicht bemerken. Mit Fortschreiten der Krankheit werden die alltäglichen Handlungen zu immer größeren Herausforderungen. „Patienten können sich beispielsweise nicht mehr selbstständig anziehen, waschen oder kochen“, so Dr. Jelkmann. Im Endstadium verstummen sie schließlich, sind bettlägerig und komplett auf Hilfe angewiesen.

„Wer dement ist, gilt schnell als verrückt, fühlt sich ausgegrenzt und allein gelassen. Darunter leiden auch die Angehörigen“, berichtet der erfahrene Geriater. „Dabei können Erkrankte oft noch Jahre nach der Diagnose am öffentlichen Leben teilhaben. Die Menschen im direkten Umfeld können erheblich dazu beitragen, die Situation zu verbessern.“

Während des Vortrages werden die verschiedenen Formen der Demenz und die Behandlungsmöglichkeiten nach der Diagnose vorgestellt. Die kostenfreie Veranstaltung findet im Rahmen den Initialpflegekurses „Familiale Pflege“ im Schulungsraum des Krankenhauses statt und beginnt daher schon um 15.30 Uhr. Eingeladen sind dazu nicht nur pflegende Angehörige, sondern alle Interessenten, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen oder Fragen haben.